So nahe waren wir den Sternen nie. Olga aus dem Sternenstädtchen Swjosdny Gorodok bei CMb.industries.

Wenn sich Olga mit einem Wort beschreiben müsste, dann wäre es: außergewöhnlich. Und genau dieses Wort beschreibt auch den Ort, an dem ihre Geschichte beginnt – das Sternenstädtchen Swjosdny Gorodok nahe Moskau. Und tatsächlich ist dieser Ort alles andere als gewöhnlich. Swjosdny Gorodok ist kein Ort, an dem man zufällig vorbeikommt, hier wurde Geschichte geschrieben. Denn im Sternenstädtchen befindet sich das berühmte Juri-Gagarin-Kosmonautentrainingszentrum, in dem seit den 1960er-Jahren russische und früher sowjetische Kosmonaut:innen auf ihre Missionen ins All und wieder zurück vorbereitet werden. Hier trainierten Generationen von Raumfahrer:innen für ihre Flüge unter anderem zur Raumstation ISS. Einer der Ausbildner für Kosmonaut:innen war Olgas Vater ein Ingenieur, der das Raumschiff wie seine Westentasche kannte. Olgas Mama war auch Ingenieurin und was für die Kommunikation zwischen den Kosmonaut:innen und den „Erdlingen“ zuständig. Laut Olga konnte man damals nicht nicht-dazugehören.

Kosmonauten-Camp, Fallschirmsprünge und Humanzentrifuge statt Kumbaya, my Lord im Ferienlager

Eine Kindheit zwischen Raumfahrt, wissenschaftlicher Präzision, abgeschirmter Geheimhaltung und Neugier prägte ihre Sicht auf die Welt. Olga wuchs mitten in dieser besonderen Welt auf. Olga kann Diskretion und erfüllt somit alle Voraussetzungen für CMb.industries. Denn jemand der in Begleitung der KGB in die USA reiste, um die NASA-Stützpunkte zu besichtigen wie Olga, weiß, dass Diskretion über Leben und Tod entscheiden kann.

Während Kids im Westen auf Spielplätzen schaukelten, drehte sich Olga in einer Humanzentrifuge und übte das Fallschirmspringen aus einem Hubschrauber. Denn das Trainingszentrum besitzt die weltweit größte Humanzentrifuge, die bereits 1980 gebaut wurde. Bei bis zu 36 Umdrehungen pro Minute wirken auf die trainierenden Kräfte von bis zu 12 g. Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein riesiges Wasserbecken, in dem Reparaturen unter Bedingungen der Schwerelosigkeit simuliert werden können. Früher stand dort sogar ein originalgetreues Modell eines Teils der Raumstation MIR, wo technische Ausfälle trainiert wurden. Daher lösen Blackouts bei Olga keine Panikattacken aus, sondern gehören zum Alltag dazu.

Als Teenager tauchte Olga noch tiefer in diese besondere Welt ein. Sie besuchte das Programm der „Jungen Kosmonauten“ – ein Trainingscamp für Jugendliche, das irgendwo zwischen Abenteuer, Disziplin und echter Raumfahrtvorbereitung lag. Die Kosmonaut:innen selbst waren hier die Trainer:innen. Was dort vermittelt wurde, war alles andere als Theorie. Olga lernte, wie man einen Fallschirm richtig faltet. Schritt für Schritt, präzise, ohne Spielraum für Fehler, denn was hier nicht stimmt, funktioniert später in der Luft nicht. Das Vertrauen ins eigene Können war nun gefragt, denn am Tag X wurde aus der Übung Realität. Dass Olga heute im CMb.industries-Team mitgestaltet zeigt, dass sie damals den Sprung bzw. den „Schubser“ aus dem Hubschrauber überlebt hat.

Olga durfte Dinge ausprobieren, die für Viele unerreichbar bleiben. Beim Fall des Eisernen Vorhangs durfte sie als Teenager und ehemalige sowjetische Staatsbürgerin in die USA reisen und dort die wichtigsten NASA-Stützpunkte besuchen. Oder andere Stationen, an denen der Körper, aber auch der Kopf lernen, mit Extremsituationen umzugehen und all das, was Raumfahrer:innen und was Teil der Kosmonaut:innenausbildung ist.

Mauern, Zugangskontrollen, Passierscheine. Dinge, die man sonst eher aus Filmen kennt.

Aber zurück zu Olgas Geburtsort Swjosdny Gorodok, die Stadt ist nicht nur ein Trainingszentrum sie ist eine eigene Welt. Verboten, abgeschirmt, kontrolliert, geheimnisvoll und auf keiner Karte zu finden. Der Ort entstand in einem Wald, bestand aus 13 Häusern, und einer der ersten Bewohner war Juri Gagarin mit seiner Familie. Die Umgebung war streng geheim, die Zugstation hatte einen anderen Namen als der Ort selbst und der Weg von der Zugstation zum Ort war ein geheimer Weg durch den Wald. Diskretion war eine Selbstverständlichkeit. Während der Sowjetunion war das Sternenstädtchen streng von der Außenwelt abgeschirmt.

Noch heute ist das Gelände von Mauern umgeben und nur über kontrollierte Zugänge erreichbar. Wer hinein möchte, benötigt einen speziellen Passierschein. Gleichzeitig entstand innerhalb dieser Grenzen eine eigene kleine Welt, wo der Alltag aus künstlich angelegten Seen, Schulen, Supermärkten und Familien der Kosmonaut:innen, die dort gemeinsam lebten besteht und mittendrin Olga.

Nach ihrem Studium der Wirtschaftsinformatik, wanderte Olga nach Österreich aus. Ein Schritt raus aus der Umlaufbahn und der Raumfahrt. Ihre Persönlichkeit und ihr Charakter waren Türöffner für diverse Arbeitsplätze und Weiterbildungen, aus welchen sich weitere Möglichkeiten ergaben. Strukturiert, analytisch, neugierig, Olga liebt es, wenn ein Plan funktioniert. In der Tabakfabrik Linz fand sie im Eventmanagement ihre Berufung. Zurück in Moskau, war sie weiterhin im Eventmanagement tätig und arbeitete mit vielen Berühmtheiten aus der Kunst- und Kulturszene.

Heute hat sie ihr Weg erneut nach Österreich geführt, zurück auf das Areal der Tabakfabrik Linz. Bei CMb.industries gemeinsam mit Chris Müller und Maria Dietrich, mit alten Freundschaften und neuen Ideen, blickt Olga zuversichtlich auf die nächsten Abenteuer, die sich wie Fallschirmsprünge und Humanzentrifugen unter strenger Diskretion in die Zukuft. Wie im Sternenstädtchen wird auch bei CMb.industries groß gedacht und utopische Ideen realisiert. Genau richtig für Olga, denn sie war immer dafür ganz diskret etwas Neues und Unbekanntes zu wagen. Mit ihr an unserer Seite wagen wir den Schritt in die unergründete dunkle Seite des Mondes und öffnen uns dem Ungewissen, den Rätseln und dem Verborgenen, was uns noch erwartet.

Land riechen

>

Land riechen